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Die Reihe 1099 der ÖBB - einer Hundertjährigen auf der Spur

In zum Teil unmittelbarer Nähe des zum Wandern und Klettern gleichermaßen einladenden österreichischen Naturparks Ötscher verkehrt seit nunmehr einhundert Jahren eine elektrifizierte Schmalspurbahn, die aufgrund ihrer elektrischen Traktionsmittel eng mit dem Hause Siemens verbunden ist. Die auch heute noch auf der Strecke im planmäßigen Betrieb verkehrenden Elektroloks der österreichischen Reihe 1099 stammen in ihrer Grundsubstanz noch aus der "Anfangspackung" der Bahn. Gebaut ab dem Jahre 1910, um die in ihrer Leistung nicht mehr ausreichenden Dampflokomotiven auf der Bergstrecke abzulösen, stehen sie seit der Aufnahme des elektrischen Betriebes zum Sommerfahrplanwechsel des Jahres 1911 im ununterbrochenen Betriebseinsatz.

Wie auch in Deutschland überwiegend noch bis zum Anfang der 1990er Jahre üblich, wurden die ursprünglich sechzehn Elektroloks der späteren Reihe 1099 der Österreichischen Bundesbahn im elektrischen sowie im mechanischen Teil von unterschiedlichen Herstellern produziert. Bei unseren Hundertjährigen waren dies für den elektrischen Teil die österreichischen Siemens-Schuckert Werke, während der mechanische Teil aus dem Hause Krauß & Co in Linz stammte. Die Lokomotivfabrik Krauß & Co in Linz war dabei ein Ableger der Krauß'schen Lokomotivfabrik in München, dem Unternehmen das 1931 mit der ebenfalls in München alteingesessenen Lokomotivbaufirma J. A. Maffei zu Krauss-Maffei fusionierte und letztlich seit 1999 ebenfalls teil der Siemens AG ist. Somit können die Loks der Reihe 1099 also aus heutiger Sicht insgesamt als zur Geschichte der Siemens AG zugehörig angesehen werden.

Die Technik der Loks der Reihe 1099 war dabei für damalige Verhältnisse hochmodern. So verfügen die Loks über zwei dreiachsige, laufachslose Drehgestelle deren Achsen jeweils über Kuppelstangen von einer Blindwelle angetrieben werden. Die Drehgestelle ihrerseits sind durch den Längsträger des Lokomotivkastens, den sie auch gleichzeitig tragen, miteinander verbunden. Diese Fahrwerkskonstruktion, abgesehen vom Blindwellenantrieb, konnte sich erst gut zwanzig Jahre später auf breiter Front im Elektrolokomotivbau durchsetzen. Davor beherrschten überwiegend Starrrahmenlokomotiven die Elektrolokkonstruktionen, die jedoch für eine Schmalspurbahn im Gebirge aufgrund fehlender Kurvenläufigkeit ungeeignet gewesen wären.

Die Umstellung der Mariazellerbahn auf elektrischen Betrieb stellt aus heutiger Sicht, speziell unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes, eine wesentliche Verbesserung der damaligen Verhältnisse dar, da die zum Betrieb der Bahn benötigte Wechselspannung von 6500 Volt bei 25 Hertz nämlich hauptsächlich im Wasserkraftwerk Wienerbruck, im oberen Drittel der Gesamtstrecke gelegen, erzeugt wurde. Durch Mitbenutzung der, für den elektrischen Betrieb ohnehin unverzichtbaren Fahrleitungsmasten zur Verteilung des Bahnstromes an die zwei zusätzlichen Unterwerke in Obergrafendorf und Kirchberg an der Pielach, sowie zur Führung einer zusätzlichen Drehstromleitung mit Landesfrequenz von 50 Hertz, konnten auf diese Weise auch schon sehr früh die an der Strecke gelegenen Orte mit elektrischer Energie versorgt werden, was somit zusätzlich sowohl der Lebensqualität der Menschen als auch der dem wirtschaftlichen Aufschwung dienlich war.

Im historischen Zusammenhang betrachtet stellt daher das gesamte Elektrifizierungsprojekt der Mariazellerbahn eine Pionierleistung ersten Ranges dar, geschah sie doch zu Zeiten zu denen viele europäische Staatsbahnen gerade erst die ersten zaghaften Versuche einer Elektrifizierung ihrer Eisenbahnstrecken unternahmen und meistens erst wenige und recht kleine Streckennetze für elektrischen Betrieb zur Verfügung standen. Umso mehr ist die Entscheidung einer kleinen Bahngesellschaft wie der Niederösterreichischen Landesbahn, dem damaligen Betreiber der Mariazellerbahn, als wagemutig anzusehen, einen derartigen, kostspieligen Schritt in technischem Neuland zu wagen.

Die Heimatstrecke der Reihe 1099, die Mariazellerbahn, nimmt ihren Ausgangspunkt in der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten, an der sogenannten Westbahn von Wien nach Salzburg gelegen, um nach 85 Kilometern im steirischen Mariazell, einem bekannten, österreichischen Marien-Wallfahrtsort, ihren heutigen Endpunkt zu erreichen. Bis ins Jahr 1988 führte die Strecke noch sechs Kilometer weiter bis in den kleinen Industrieort Gußwerk.

Die erste Hälfte der Mariazellerbahn, die sogenannte Talstrecke St. Pölten - Laubenbachmühle, in deren Verlauf ein Höhenunterschied von 262m überwunden wird, verläuft zunächst nur schwach ansteigend, über zwei Drittel ihrer Länge bis Kirchberg an der Pielach, vorwiegend in den breiten Flußtälern der Erlauf und der Pielach. Im letzten Drittel der Talstrecke bis Laubenbachmühle, verengt sich das Pielachtal zusehends, so daß die Strecke dem Flußlauf nur noch unter Inkaufnahme von größeren Steigungen folgen kann. Bereits nach wenigen Kilometern hinter Kirchberg an der Pielach wechselt sie dann in das überwiegend noch schmalere, gewundene und von steilen Felswänden eingefaßte Flußtal des Nattersbaches, dem die Strecke nun nur noch mittels mehrerer Tunnels folgen kann.

Die zweite Hälfte der Gesamtstrecke, die sogenannte Bergstrecke, die in Laubenbachmühle ihren Anfang nimmt, beginnt mit einer spektakulären S-förmigen Streckenführung in drei Ebenen übereinander, in deren Verlauf bis zum nächsten Bahnhof Winterbach lediglich eine Luftliniendistanz von 900m überwunden wird. Dabei gewinnt die Strecke jedoch auf einer Streckenlänge von 8,8 Kilometern immerhin einen Höhenunterschied von 184m.

Während der Fahrt auf diesem Streckenabschnitt kann man aus dem fahrenden Zug mehrmals auf die bereits durchfahrene Strecke zurückblicken. Vom Bahnhof Winterbach, heutzutage dem nächsten Bahnhof nach Laubenbachmühle, ergibt sich darüber hinaus ein herrlicher Blick wie aus der Vogelperspektive auf den unten im Tal gelegenen Bahnhof Laubenbachmühle.

Bis zum Bahnhof Gösing, ab dem das letzte Drittel der Gesamtstrecke beginnt, steigt die Trasse nun noch um weitere 172 Höhenmeter, wobei auch der mit nahezu 2,4km längste Tunnel der Bahn durchfahren wird. Von nun an fällt die Strecke bis Mariazell im Mittel wieder um 42m. Aufgrund der wunderschönen Streckenführung in schwindelerregender Höhe entlang der Zinkenschlucht und der Ötschergräben sind jedoch auch auf diesem letzten Streckenabschnitt viele Kunstbauten wie Stützmauern, Viadukte und Tunnels erforderlich.

Von den ursprünglich beschafften 16 Lokomotiven der Reihe 1099 sind heute noch 15 Maschinen vorhanden, nachdem als Folge eines tragischen Unfalls am 11. Februar 1981 die Lok 1099.15 noch am Unfallort zerlegt werden mußte. Der vermutlich dienstunfähig gewordene Lokführer hatte die Gewalt über seinen talwärts fahrenden Personenzug verloren, so daß die Lok und der erste Wagen aufgrund überhöhter Geschwindigkeit zwischen den Bahnhöfen Winterbach und Laubenbachmühle entgleisten und von einem Viadukt stürzten, wobei der Lokführer den Tod fand.

Fünf der noch verbliebenen Maschinen sind auf dem Gelände der Betriebswerkstätte St. Pölten-Alpenbahnhof als Ersatzteilspender abgestellt, während die restlichen zehn Loks im Einsatz stehen. Seit einer Generalreparatur Ende der 1950er Jahre, verfügen alle Loks der Reihe 1099 über einen erneuerten Lokkasten und die freundliche, sogenannte Jaffa-Lackierung in den Farben blutorange und elfenbein, die jedoch mittlerweile drei Loks wieder gegen einen, der ursprünglichen Farbgebung der Maschinen angelehnten Braunton eingetauscht haben.

Überhaupt zeigt sich der Fahrzeugpark auf der Mariazellebahn sehr heimatverbunden. Etliche Wagen tragen eine Sonderlackierung mit streckenbezogenen Motiven und die meisten Triebfahrzeuge sind mit großflächigen Wappen der Ortschaften längs der Strecke verziert. Somit ergibt sich ein buntes Betriebsgeschehen, wobei die betagten Elok-Oldies zusätzlich noch durch Dieselloks der Reihe 2095, Dieseltriebwagen der Reihe 5090 und durch die zwei Garnituren der, im Gegensatz zu den übrigen Fahrzeugen geradezu futuristisch anmutenden und mit moderner Drehstromantriebstechnik versehenen Elektrotriebwagen der Reihe 4090 unterstützt werden. Seit einigen Jahren wird die Heimatverbundenheit des Bahnbetriebes noch durch das täglich verkehrende Qualitätszugpaar Ötscherbär zusätzlich unterstrichen, daß insbesondere an Wochenenden und Feiertagen eine attraktive Umsteigeverbindung von Wien bis nach Mariazell für Tagesausflügler bietet. Diese Züge verkehren in der Regel aus einheitlich braunem Wagenmaterial mit dem Ötscherbär-Logo auf den Seitenwänden und zwei passend lackierten Loks der Reihe 1099 die das selbe Logo auch an ihren Stirnseiten führen.

Die letzten zehn Jahre im Bestehen der Mariazellerbahn unter der Regie der Österreichischen Bundesbahn waren durch eine gewisse Stagnation gekennzeichnet, die dadurch begründet war, daß die Mariazellerbahn, wie viele andere Bahnlinien auch, nicht kostendeckend betrieben werden konnte und deshalb von den Verantwortlichen am liebsten stillgelegt worden wäre, was jedoch aus Rücksicht auf die touristische Bedeutung der Strecke glücklicherweise unterblieb. Seit dem Fahrplanwechsel am 12.12.2010 befindet sich die Mariazellerbahn nun unter Verwaltung der Niederösterreichischen Verkehrsorganisations Gesellschaft (NÖVOG). Diese hat nun bei der Firma Stadler in der Schweiz neun neue Elektrotriebwagen für den Verkehr auf der Mariazellerbahn bestellt, die ab März 2013 den Betrieb übernehmen sollen. Es steht zu befürchten, daß die altehrwürdigen Loks der Reihe 1099 dann nur noch für Sonderfahrten zum Einsatz gelangen werden. Wer also die alten Loks nochmals im Betrieb erleben möchte, dem sei Eile angeraten. Der hundertjährige Geburtstag der Loks in diesem Jahr könnte ein Anreiz dazu darstellen.

Weiterführende Informationen über Fahrzeuge und Strecke finden sich im Internet unter:
www.wikipedia.de - ÖBB Reihe 1099
www.wikipedia.de - Mariazellerbahn
www.mariazellerbahn.at
www.noevog.at

über die Region unter:
www.mariazell.at

sowie Übernachtungsmöglichkeiten mit unmittelbarem Bahnanschluß z.B. unter:
Hotel Winterbach
Alpenhotel Gösing

 

Folgen Sie nun einer fotografischen Reise auf der Mariazellerbahn von St. Pölten nach Mariazell
Am Hauptbahnhof von St. Pölten nimmt die Mariazellerbahn, die Hausstrecke der Loks der ÖBB-Reihe 1099, ihren Ausgang. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse im Stadtgebiet von St. Pölten blieb für den Schmalspurteil im St. Pöltener Hauptbahnhof nur Platz für zwei Gleise.

Die ÖBB-Nostalgie 1099.14 steht hier am Morgen des 06.02.2011 mit ihrem Zug R 6811 auf Gleis 13 abfahrbereit, während im Nebengleis steht 1099.004-2 mit ihrem gerade eingefahrenen Zug R 6802 und wartet darauf, nach Abfahrt des R 6811 als Verschubfahrt in den Alpenbahnhof zurückzudrücken.

Aufgrund der bereits geschilderten beengten Situation im Hauptbahnhof von St. Pölten müssen lokbespannte Züge die hier beginnen oder enden jeweils als geschobener Zug über die zwei Kilometer lange Strecke von und zum Alpenbahnhof überstellt werden. Dabei sind sogar gleich zwei Tunnel zu durchqueren.

Am Morgen des 06.02.2011 schiebt 1099.004-2 ihre Garnitur aus Zug R 6802 als Verschubfahrt gerade zurück in den Alpenbahnhof.

Der Alpenbahnhof in St. Pölten ist der betriebliche Dreh- und Angelpunkt der Mariazellerbahn. Da sich hier, und nicht in der Nähe des Hauptbahnhofes, wie man vielleicht vermuten könnte, die Lok- und Wagenwerkstatt befindet, erfolgt die Bildung und Bereitstellung der Züge ausschließlich im Alpenbahnhof.

Hier steht am Vormittag des 16.07.2011 die 1099.002-6 im Alpenbahnhof. Sie komplettiert als Zuglok die reinrassige, klassische Zugkomposition aus vierachsigen Personenwagen in klassischem Mariazellerbraun und dem tannengrünen Zweiachser, Di 6502, als Kontrast.

Seit hundert Jahren ist die Hauptwerkstatt in St. Pölten-Alpenbahnhof auch für die Unterhaltung der Loks der Reihe 1099 zuständig. Hier werden nicht nur die regelmäßig anfallenden Fristarbeiten an den Loks durchgeführt, sondern auch umfangreiche Generalreparaturen in Angriff genommen.

Hier stehen am 13.07.2010 links im Bild die 1099.001-8, bei der eine Nachschau durchgeführt wird, während rechts im Bild die 1099.14 auf ihren nächsten Einsatz wartet. Die in Bildmitte befindliche 1099.011-7 steht, ihrer Antriebsdrehgestelle beraubt, die sich zur Aufarbeitung befinden, auf Hilfsdrehgestellen abgestellt.

Ein regelrechtes Schrottgleis existierte im Werkstättenbereich des Alpenbahnhofes in St. Pölten. Hier sehen wir neben den historischen Wagen des Panoramic 760 die abgestellte Lok 1099.06. Zusammen mit ihren Schwestern 1099.03, 1099.05, 1099.09 und 1099.12 fristete sie ein eher trauriges Dasein als Ersatzteilspender.
Von diesen schon seit Anfang der 2000er Jahre abgestellten Loks wurden lediglich die beiden Loks 1099.06 und 1099.09 am 07. und 08.11.2011 zur geschützten Abstellung in den Rechteckschuppen in Ober Grafendorf überstellt. Das Schicksal der verbliebenen Maschinen sieht daher nicht gerade rosig aus.
Aufgrund der Vielzahl an unbeschrankten Eisenbahnkreuzungen bleiben kleinere Kollisionen mit Straßenfahrzeugen nicht aus.

Hier hatte es 1099.010 erwischt, die mit beschädigter Trittstufe und Kuppelstange am 15.07.2011 abgestellt im Alpenbahnhof auf Reparatur wartet.

In der Werkstatt in St. Pölten-Alpenbahnhof werden auch Teilausbesserungen an den Loks der Reihe 1099 durchgeführt, wozu bei diesen Oldtimern natürlich teilweise schon einiges Improvisationstalent gehört.

Dieses seit Jahrzehnten abgestellte, ehemalige Triebdrehgestell wird nur deshalb nicht mehr benötigt, weil 1099.15 im Jahr 1981 so schwer verunglückte, daß sie zerlegt werden mußte. Durch einen Ringtausch ihrer noch brauchbaren Drehgestelle, gelangten je ein Drehgestell der 1099.12 und 1099.14 in die Reserve, wo sie auch, wie hier, noch am 16.07.2011 zu sehen sind.

Teils sintflutartige Regenfällen hatten im Frühsommer des Jahres 2009 in ganz Niederösterreich zu erheblichen Überschwemmungen geführt. Auch der Traisenbach, der im Stadtgebiet von St. Pölten in der Nähe des Alpenbahnhofs entlang fließt, war über die Ufer getreten und hatte das Gelände des Alpenbahnhofs teilweise über einen Meter hoch unter Wasser gesetzt. Bis die Aufräumungs- und Reparaturarbeiten abgeschlossen waren, wurde Ober-Grafendorf, der Abzweigbahnhof der Strecke nach Mank, der bis 2007 in seiner Zugförderungsstelle auch noch Triebfahrzeuge beheimatet hatte, zum provisorischen Endpunkt der Mariazellerbahn.

Nicht nur die auf diesem Bild zu sehenden 1099.016-6, 1099.14 und 1099.004-2 sowie 5090 015-8 warten daher am 08.07.2009 in Ober-Grafendorf auf ihren nächsten Einsatz.

Auch im kleinen Bahnhof Klangen, der sich schon in der typischen Landschaft der Flachlandstrecke im Pielachtal befindet, finden planmäßig etliche Zugkreuzungen statt, wie hier 15.07.2011 zwischen 1099.001 mit R 6802 nach St. Pölten und dem 5090er-Duo als R 6829 auf dem Weg nach Laubenbachmühle.
Bei Kammerhof ist das Pielachtal noch sehr weit und die Landschaft eher nur hügelig. Trotzdem bieten sich auch hier schöne Fotomotive, wie hier, mit 1099.14, die am 08.08.2008 mit ihrem Regionalzug gen Laubenbach einen alten Schober passiert.

Am Sonntag, den 05.07.2009 ist der Bahnhof Rabenstein NÖ unbesetzt und durchgeschaltet weshalb das Einfahrsignal aus Richtung Mariazell ständig auf Fahrt steht, auch wenn die Züge in der Gegenrichtung unterwegs sind. Hier ist 1099.001-8 mit ihrem Regionalzug nach Laubenbachmühle mit einer bunt zusammengewürfelten Zuggarnitur unterwegs, als sich vom linken Bildrand bereits eine Schlechtwetterfront langsam ins Bild schiebt. Vor diesem dunklen Bildhintergrund scheint die 1099.001-8 fast zu leuchten.
In wenigen Minuten wird 1099.016-6 mit dem letzten durchgehenden Zug nach Mariazell den Bahnhof Kirchberg an der Pielach erreicht haben. Dieser normalerweise mit den modernen Elektrotriebwagen der Reihe 4090 gefahrene Zug verkehrte am 09.08.2008 als Wagenzug mit vorgespannter 1099, da die beiden vorhandenen 4090-Triebwagengarnituern untauglich die Werkstatt hüten mußten.

Kirchberg an der Pielach ist nicht nur der ursprüngliche Endpunkt der ersten Baustufe der heutigen Mariazellerbahn sondern auch ein wichtiger Kreuzungspunkt.

Hier sehen wir die 1099.001 mit ihrem Zug R 6802 nach St. Pölten, die auf die bergwärts fahrende 1099.007 mit ihrem Zug R 6807 Ötscherbär wartet. Im Hintergrund ist das Gebäude der ehemaligen Umspannanlage zu erkennen.

Das Pielachtal läßt hier, kurz vor Schwarzenbach an der Pielach, gearde nur mehr Platz für Fluß, Straße und Eisenbahn. Nur noch wenige Meter trennen diesen abendlichen Regionalzug nach Mariazell, der soeben die ehemalige Station Weißenburg durchfahren hat, am 09.08.2008 vom Weißenburgtunnel, an dessen Ausgang die nächste Station Schwarzenbach an der Pielach unmittelbar anschließt.

Über einen Kilometer hinter dem Bahnhof Schwarzenbach an der Pielach ist hier 1099.011 mit ihrem Zug R 6805 Dirndltaler am 16.07.2011 kurz vor der Einfahrt in den Natterstunnel an der zweiten Eisenbahnkreuzung der Bundesstraße 39 mit der Mariazellerbahn zu sehen.
Am rechten Bildrand zweigt die Straße nach der gleichnamigen Siedlung Schwarzenbach ab, die aber nochmals mehrere Kilometer von dieser Stelle entfernt ist.
Auf ihrem Weg nach Laubenbachmühle, dem Endpunkt der Talstrecke, hat 1099.14 mit ihrem Regionalzug  am 12.07.2010 gerade den Natterstunnel und damit das Pielachtal verlassen und setzt ihren Weg jetzt durch das von steilen Berghängen begrenzte Natterstal bergan weiter fort.

Eine einzeln fahrende Lok auf freier Strecke, wie hier bei Frankenfels am Abend des 12.08.2008 die 1099.008-3, ist auf der Mariazellerbahn eher ungewöhnlich. Ihr Einsatz war jedoch notwendig geworden, da der nachmittägliche Regionalzug nach Laubenbachmühle in der Station Schwarzenbach an der Pielach aufgrund eines Stromabnehmerschadens an der 1099.011-7 seine Fahrt vorerst nicht weiter fortsetzen konnte. Die 1099.008-3 eilte dem Zug daher entgegen um die liegengebliebene Zuggarnitur abzuschleppen und somit die Strecke wieder frei zu bekommen.
Nachdem sich 1099.008-3 in Schwarzenbach an der Pielach vor die defekte 1099.011-7 gesetzt hatte (siehe auch vorheriges Bild), zog sie diese mitsamt ihrer artreinen Valousek-Garnitur im letzten Licht des 12.08.2008 mit mehrstündiger Verspätung bei Frankenfels nach Laubenbachmühle.

Ebenso wie Rabenstein an der Pielach ist auch der Bahnhof Frankenfels unbesetzt und durchgeschaltet, als 1099.02 am 11.08.2008 mit ihrem nachmittäglichen Regionalzug nach Laubenbachmühle das fahrtzeigende Einfahrsignal der Gegenrichtung gerade passiert hat.
Zum Zeitpunkt der Aufnahme verfügt die klassisch mit aus Messing gegossenen Lokschildern und ÖBB-Flügelrädern versehene Lok noch über ihren charakteristischen hellgrauen Lokrahmen. Bereits zwei Jahre später war diese Absonderlichkeit den sonst schwarzen Rahmen der übrigen Loks der Reihe 1099 angepaßt worden.
Den vorletzten Zugangspunkt zur Talstrecke der Mariazellerbahn stellt die Haltestelle Boding dar, die am Morgen des 07.07.2009 von 1099.004-2 mit dem wenige Minuten verspäteten, ersten Zug des Tages nach Mariazell, nach kurzer Fahrtstrecke erreicht sein wird.
Da das warme und sonnige Wetter dieses Tages viele Wander- und Radwanderfreunde zu einer Mitfahrt mit der Mariazellerbahn eingeladen hatte, waren die vier bunten Personenwagen gleich durch zwei, zu Fahrradtransportwagen umfunktionierten, ehemaligen gedeckten, vierachsigen Güterwagen verstärkt.

Wie ein Bild von der Modelleisenbahn, so stellt sich der Blick aus dem Hotel Winterbach, in unmittelbarer Nähe zum gleichnamigen Bahnhof gelegen, auf den im Tal befindlichen Endpunkt der Talstrecke, den Bahnhof  Laubenbachmühle dar, in dem am 10.08.2008 gerade die erste Zugkreuzung des noch jungen Tages mit den beiden Zügen der Relation St. Pölten - Mariazell stattfindet (1099.016-6 fährt talwärts, während 1099.011-7 bergwärts strebt).
Da der 10.08.2008 ein Sonntag ist, steht im Gleis neben dem Lokschuppen mit 1099.001-8 eine weitere Lok der Reihe 1099 mit ihrem Wagenzug, die hier Wochenendruhe hat. Erst am Montag in der Frühe muß sie wieder einen Zug nach St. Pölten befördern.
Nur noch wenige Meter und der Nachmittägliche Regionalzug St. Pölten - Laubenbachmühle, geführt von 1099.008-3 hat am 13.07.2010 seinen Zuglauf beendet, als er 2095.015-0 passiert, die abgestellt in der Einfahrt des Bahnhof Laubenbachmühle auf ihre spätabendliche Rückleistung nach St. Pölten wartet.
Die 1099 wird in Kürze ihren Wagenzug auf der Bergseite an die bereits mit der 2095 eingetroffenen und im Bahnhofsbereich abgestellten Wagen heran verschieben und sich dann an das talseitige Ende dieses Zuges setzen um am nächsten Morgen einen der Frühzüge, der außerhalb der Ferienzeit ein wichtiger Schülerzug ist, nach St. Pölten zu befördern.

Dieses Bild vom 11.07.2010, auf dem die Ötscherbär-Maschine 1099.010-9 mit ihrem Regionalzug nach Mariazell gerade in den Bahnhof einfährt um mit dem Gegenzug zu kreuzen, zeigt die nördliche Bahnhofseinfahrt von Laubenbachmühle, im Gegensatz zur obigen Aufnahme, aus einer etwas anderen Perspektive.
Die kleine Remise links des Zuges dient normalerweise zum Abstellen des in Laubenbachmühle stationierten Bahndienstwagens X532.002-3. Am rechten Bildrand hingegen ist ein Teil des Oberleitungs-Schaltgerüstes zu erkennen.
Der 08.08.2008, ein Freitag, war vom Wetter her betrachtet ein recht durchwachsener Tag. Deshalb zogen am Abend, als gerade der letzte Zug von Mariazell den Bahnhof Laubenbachmühle erreicht, einige Wolkenfetzen durch das Natterstal, die einen interessanten Hintergrund für 1099.14 bilden, die mit ihrem Regionalzug gerade die 1099.001-8 passiert, die vor ihrem Wagenzug ihre wohlverdiente Wochenendruhe genießt, ehe sie am darauffolgenden Montag wieder einen der Frühzüge nach St. Pölten zu bespannen hat.

Den auf dem vorangegangenen Bild gerade in den Bahnhof Laubenbachmühle einfahrenden Zug mit 1099.14 von Mariazell sehen wir auf dieser Aufnahme, eine gute Viertelstunde später, bei der Kreuzung mit dem verspäteten, Bergwärts fahrenden Elektrotriebwagen 4090.001-1.
Mehr als achtzig Jahre liegen zwischen der Beschaffung dieser beiden Fahrzeuge und obwohl die Triebwagen der Reihe 4090 mit modernster Drehstromantriebstechnik ausgerüstet sind, kamen die beiden vorhandenen Garnituren aufgrund der besonderen Ansprüche, die die Mariazellerbahn an ihre Fahrzeuge stellt, erwähnt werden soll hier nur das ungewöhnliche Stromsystem mit 6,5kV~ bei 25Hz, über einen Prototypstatus nie hinaus.
Der Qualitätszug Ötscherbär, bespannt mit der passend lackierten 1099.013-3, wartet auf seiner morgendlichen Fahrt nach Mariazell am 13.08.2008 im Bahnhof Laubenbachmühle auf seine Weiterfahrt in die anschließende, steigungsreiche Bergstrecke.

Die Bergstrecke gerade hinter sich gelassen hat 1099.010-1 am Morgen des 12.07.2010 als sie mit dem ersten Zug von Mariazell gerade den Bahnhof Laubenbachmühle erreicht.
Oben in der Mitte des Bildes schaut eine Ecke des Hotels Winterbach zwischen den Bäumen hindurch und direkt daneben und auch noch mal darunter kann man die Strecke der Mariazellerbahn sehen, die der Zug eine gute Viertelstunde vorher gerade passiert hat.
Am Nachmittag des 11.07.2010 erreicht 1099.02 mit ihrem Qualitätszug "Ötscherbär" gerade das Einfahrsignal des Bahnhofs Laubenbachmühle. An dieser Stelle des Natterstales verengt sich das Tal noch mal sehr um sogleich, nach einer starken Biegung nach rechts, wieder wesentlich weiter zu werden, ideal um einer kleinen Siedlung und dem Bahnhof Laubenbachmühle genügend Raum zu bieten.

Nächst der Haltestelle Unter Buchberg befährt 1099.016-6 am späten Nachmittag des 13.07.2010 mit ihrem Regionalzug die letzten Kilometer der Bergstrecke talwärts und wird in wenigen Minuten den Bahnhof Laubenbachmühle erreicht haben.
Ab dieser Stelle, unweit der Haltestelle Unter Buchberg, verengt sich das Natterstal so sehr, daß eine noch weitere Ausfahrung des Tals zum Höhengewinn nicht möglich ist. Die Strecke schmiegt sich daher bis kurz vor diese Stelle ganz eng an den links im Bild sichtbaren Berghang um in einer 180°-Kurve den Nattersbach zu überqueren und sich nach der Passage des kurzen Kerlsteintunnel an der gegenüberliegenden Talseite den Hang entlang weiter talwärts gen Laubenbachmühle zu winden.
Am Morgen des 11.08.2008 sehen wir hier gerade 1099.016-6 mit dem ersten Regionalzug von Mariazell auf dem Weg nach St. Pölten.

Heute ist der ehemalige Bahnhof Ober Buchberg nicht nur schwer zu finden, sondern auch als solcher kaum noch auszumachen. Er war früher mit einem Sandgleis ausgestattet um notfalls außer Kontrolle geratene Züge, die auf der Rampenstrecke zu Tal brausen würden, kontrolliert zum Entgleisen und damit zum Stillstand bringen zu können.
Mit Auflassung dieser Betriebsstelle und Abtragung des zweiten Gleises im Jahre 1975 verschwand auch das neuere Bahnhofsgebäude.
Die heutige Szene wird durch das ursprüngliche Bahnhofsgebäude beherrscht, das von einer Vielzahl von bahntypischen Utensilien umrahmt wird. Hier passiert am 15.07.2011 die Lok 1099.001 mit ihrem Zug R 6802 nach St. Pölten diese historische Stelle.
Nur 600m hinter der dem ehemaligen Bahnhof Ober Buchberg sehen wir hier 1099.008-3 mit dem ersten Zug des Tages nach Mariazell. In wenigen Minuten wird sie, nach durchfahren eines weiteren Tunnels und der zweiten 180°-Schleife, die den Zug auch wieder geographisch in Richtung Mariazell führen wird, ihren nächsten Bedarfshalt im unbesetzten Bahnhof Winterbach erreicht haben.

Nur noch wenige Meter und 1099.007-5 wird an diesem 05.07.2009 mit ihrem Zug nach Mariazell in den nur 43 Meter langen Stettenriegeltunnel kurz vor dem Bahnhof Winterbach eintauchen.
Zwar hat 1099.011-7 mit dem ersten Regionalzug nach Mariazell bereits die Bergstrecke bis zum Bahnhof Winterbach erklommen, bis zum Erreichen des höchsten Punktes der Strecke im Gösingtunnel sind jedoch noch weitere 172 Höhenmeter zu überwinden.
Hier, auf 719m über Seehöhe, können sich im Winter erhebliche Schneemengen ansammeln, die für den Betrieb der Bahn dann eine echte Herausforderung darstellen. Am 04.02.2011 lag der letzte Schneefall allerdings bereits eine gute Woche zurück, weshalb die Züge über die Bergstrecke auch nicht mehr mit den, für die Mariazellerbahn charakteristischen Vorsatzschneepflügen ausgerüstet werden mußten.

Der mittägliche Regionalzug nach Mariazell verläßt am Sonntag, dem 10.08.2008 den Bahnhof Winterbach mit einer nicht ganz artreinen Jaffa-Garnitur.
Hoch oben nahe des Bergkammes legt der morgendliche Frühzug nach Mariazell, zwischen den Stationen Puchenstuben und Gösing, die letzten Meter im Natterstal zurück, ehe er gleich darauf in den Gösingtunnel einfahren wird.
Die bunte Zuggarnitur die hier am 12.08.2008 durch 1099.02 geführt wird, passiert gerade eine alte, verwitterte Bahnwärter-Schutzhütte, die hart am Rande einer Stützmauer postiert ist.

1099.013-3 hat im Bahnhof Gösing, der höchstgelegenen Station der Mariazellerbahn, am 12.07.2010 gerade mit ihrem am frühen Nachmittag verkehrenden Gösing-Pendel, Mariazell - Gösing und retour, gestürzt und steht zur jetzt zur Rückfahrt nach Mariazell bereit.
Außergewöhnlich ist, daß an diesem Werktag der Gösing-Pendel mit der aus fünf Reisezugwagen und dem Fahrradwagen bestehenden Ötscherbär-Garnitur gefahren wurde.
Das wohl mit Abstand bekannteste und meistfotografierte Brückenbauwerk der Mariazellerbahn ist die Saugrabenbrücke nahe der Station Annaberg-Reith. Sie ist zum Einen in ihrer vollständig gemauerten Bauweise mit drei Durchlaßöffnungen typisch für die meisten übrigen Viadukte der Strecke, zum Anderen aber ist sie im Gegensatz zu diesen, bei den Instandsetzungsmaßnahmen der letzten Jahrzehnte nicht mit Spritzbeton umkleidet worden, so daß sie ihr Natursteinmauerwerk auch heute noch stolz präsentieren kann.
Auf dieser Aufnahme sehen wir 1099.02 am 12.07.2010 mit ihrem gemischten Regionalzug auf dem Weg nach Mariazell.

1099.013-3 legt sich am 12.08.2008 mit ihrem REX Ötscherbär in die letzte Kurve vor der Station Annaberg-Reith. Im Hintergrund ist der alles überragende, kahle Gipfel des 1893 Meter hohen Ötscher, dem Namensgeber dieses Zuges, zu erkennen, während sich direkt in der Innenseite der Kurve nach rechts hin das Tal des Angerbachs, einem Zufluß der Erlauf erstreckt.
Gleich hinter Annaberg-Reith entstand diese Aufnahme am 14.07.2010, die auch wieder die 1099.013-3 mit dem REX Ötscherbär in einer für den letzten Abschnitt der Bergstrecke, zwischen Annaberg-Reith und Mariazell, mit Ausnahme des noch folgenden Abschnitts Wienerbruck - Erlaufklause, charakteristischen Umgebung zeigt. Hier befindet man sich quasi auf einem Hochplateau, daß nur noch eine geringe Hügeligkeit aufweist. Die Strecke verläuft daher überwiegend durch ausgedehnten Wiesenflächen und ist bei weitem nicht mehr so kühn trassiert wie im zurückliegenden Teil der Bergstrecke. Nichts desto trotz bietet aber auch dieser Streckenabschnitt sehr reizvolle Motive.

Nur unwesentlich von dem Aufnahmestandpunkt des vorherigen Bildes entfernt, überquert die Strecke nach Mariazell hier einen Ausläufer des Lassingstausees mittels eines Dammes mit einer kurzen Blechträgerbrücke.
Die Brücke in diesem Damm wurde soeben von 1099.004-2 mit ihrem nachmittäglichen Zug R 6813 Ötscherland auf der Fahrt zu ihrem steiermärkischen Ziel, Mariazell, überquert.
Aus dem im oberen Bild bereits erwähnten Streckenabschnitt Wienerbruck - Erlaufklause, der sogenannten Zinkenstrecke kommend, erreicht hier gerade am Sonntag, dem 10.08.2008, die Lok 1099.007-5 mit ihrem abendlichen REX Ötscherbär nach St. Pölten den Bahnhof Wienerbruck-Josefsberg. Dabei durchfährt sie die 180°-Kehre mit dem Durchlaß für den Saubach, einem Zulauf des Lassingstausees. Das sich bei dieser Perspektive ergebende Panorama zeigt im Hintergrund das Hocheck und am rechten Rand die Ausläufer von Alpl und Bichleralpe.

Der andere Endpunkt der Zinkenstrecke ist der Bahnhof Erlaufklause, den auf dieser Aufnahme vom 07.07.2009 die 1099.004-2 mit ihrem morgendlichen Regionalzug Dirndltaler von St. Pölten gerade erreicht hat. Im Hintergrund ist gerade noch die Öffnung des 111 Meter langen Erlaufklausetunnels erkennbar.
Die Eselgrabenbrücke überbrückt einen Seitenarm des Erlaufstausees, dessen Wasser unter Anderem zur Versorgung des Kraftwerkes Wienerbruck, bis 1924 alleiniger Stromlieferant der Mariazellerbahn, dient.
Auf dem Bild überquert 1099.02 am 12.08.2008 mit der mittäglichen Rückleistung des Regionalzuges Dirndltaler diese Stahlfachwerkbrücke.

Die erste Station auf steirischem Boden ist der 799 Meter hoch gelegene Bahnhof Mitterbach, am Fuße der 1626 Meter hohen Gemeindealpe gelegen.
Hier liegen noch erhebliche Schneemengen, als 1099.011-7 am Morgen des 05.02.2011 gerade mit ihrem, in der Wintersaison recht kurzen Regionalzug Dirndltaler, in Mitterbach eingetroffen ist. Sie wird sich in wenigen Augenblicken für die letzte Etappe ihrer Fahrt auf den nun nur noch kurzen Weg nach Mariazell machen.
Von der Brücke der Bundesstraße 20 nach Mariazell, die über die Eisenbahnstrecke führt, bietet sich eine hübsche Ansicht des Ortes Mitterbach.
An der im Bildhintergrund sichtbaren Kurve der Strecke stehen hier sogar noch alte Rüsselauslegermaste für die Oberleitung, eine Bauform bei der der Fahrdraht durch den Ausleger nach außen gezogen wird, obwohl der zugehörige Oberleitungsmast in der Kurveninnenseite steht.
1099.02 passiert hier am 11.08.2008 mit dem Regionalzug Ötscherland gerade das Einfahrsignal der Gegenrichtung des Bahnhofs Mitterbach.

Zwischen Mitterbach und Mariazell, in Höhe des Einfahrvorsignals von Mitterbach, das im Hintergrund zu sehen ist, durchquert die Strecke nochmals eine eine idyllische Lichtung. Hier fährt die aufgrund ihres Wappens unverwechselbare 1099.007-5 mit ihrem Zug REX 6807 Ötscherbär am 13.07.2011 ihrem Ziel Mariazell entgegen.
Die Gemeindealpe erhebt sich dominierend im Hintergrund, während 1099.016-6 am 12.07.2010 mit der Rückleistung des Gösing-Pendels im Gefolge die letzten Meter bis zum Endbahnhof ihres Zuglaufes, dem Bahnhof Mariazell, zurücklegt.

Im Gegensatz zum obigen Bild ist es am 05.02.2011 am gleichen Ort deutlich kühler, wenn auch ebenso sonnig, als 1099.013-3 mit ihrem REX Ötscherbär ebenfalls ihr Fahrtziel fast erreicht hat.
Am Montag, dem 11.08.2008 steht der letzte Zug des Tages in Mariazell zur Abfahrt nach St. Pölten bereit.
Wenn in knapp drei Stunden der letzte Zug der an diesem Tag noch erwartet wird in Mariazell eingetroffen sein wird, wird endgültig Ruhe auf dem Bahnhof einkehren.

Seit 1988, als auf der weiterführenden Strecke nach Gußwerk der Betrieb eingestellt wurde, müssen alle lokbespannten Züge im, durch die Betriebseinstellung der Streckenfortsetzung zum Endbahnhof gewordenen Bahnhof Mariazell stürzen.
Das geschieht normalerweise ohne den geringsten Zeitverzug, wie hier am 05.02.2011 nur sechs Minuten nach der Ankunft von 1099.011-7 zu sehen ist.
Kaum ist der Zug zum Stehen gekommen und der Stromabnehmer, nach dem Kommando "Heizung aus!" gesenkt, wird auch schon die Lok vom Wagenzug getrennt. Gleich darauf, wenn der Verschieber, wie auf dem Bild zu sehen, seinen Platz an der Lok eingenommen hat, ertönt das Kommando "Heizung ein!", der Stromabnehmer legt sich an der Fahrdraht und die Lok zieht zum Stürzen vor.
Die schon gemäß dem Regelement des neuen Betreibers der Mariazellerbahn, der NÖVOG (Niederösterreichische Verkehrsorganisationsgesellschaft), beschriftete 1099.001 am regnerischen 14.07.2011 beim Umsetzen im Bahnhof Mariazell, aus dem Fenster der Übergangstür des ersten Wagens heraus fotografiert.

Eine stimmungsvolle Lokalbahnatmosphäre verströmt der, trotz seiner ausgedehnten Gleisanlagen urgemütliche Bahnhof Mariazell wie an diesem Morgen des 13.07.2011. Nachdem 1099.011-7 schon vor einer halben Stunde mit dem ersten Zug des Tages, R 6805 Dirndltaler, angekommen ist und bereits umgesetzt hat, wartet sie auf ihre Heimfahrt, die sie gegen Mittag antreten wird.
Überragt wird die Szenerie durch die Gemeindealpe, den Hausberg von Mitterbach.
Die Ausfahrt in Richtung des ehemaligen Streckenendpunktes Gußwerk sieht seit dem 29.05.1988 nur noch im Bahnhof Mariazell umsetzende Loks, wie hier die 1099.013-3. Im Hintergrund die Ausfahrweiche mit dem anschließenden ehemaligen Streckengleis, das heutzutage nur wenige Meter weiter durch einen Prellbock und einen dahinter, in Mitten der Trasse aufgestellten Oberleitungsmast versperrt ist.

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Letzte Aktualisierung 11.2011 © by Ingo Foege